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Roseggers Geburtshaus Füllfeder
   
Spruch über der Eingangstür  

Dieser Spruch am Türstock der Eingangstür beschreibt treffend, daß hier ein volkstümlicher österreichischer Dichter geboren wurde.

     

Der "Vordere Kluppeneggerhof", das Geburtshaus Roseggers, liegt auf ca. 1.200 m Seehöhe inmitten des Waldes und umfaßt ca. 34 ha Grund. Vom Parkplatz der Waldschule am Alpl aus ist das Anwesen nach einem kurzen 30minütigen Fußmarsch erreichbar.

Jährlich besuchen ca. 30.000 Menschen das Geburtshaus, um die armselige Geburtsstube mit winzigen Fenstern sowie die Rauchküche zu bewundern.

 
Roseggers Geburtshaus
     

große Stube
 

Die große Stube wurde zum Essen, Arbeiten, Schlafen und Feiern genutzt, wo auch unser Peterl am 31. Juli 1843 zur Welt kam.
Am großen Ahorntisch traf sich die Familie zum Essen und Feiern. Unter anderem schrieb der kleine Peter dort seine ersten Bücherl.

     

Seine Wiege ist bis heute noch erhalten geblieben, ebenso der alte Uhrkasten, der an die Waldheimatgeschichte "Ums Vaterwort" erinnert. Das Elternbett ist nicht allzugroß. Darunter befindet sich eine Lade, die als Schlafstelle für die kleinen Kinder diente. Die größeren Kinder schliefen im Stall beim Vieh, am Dachboden oder bei großer Kälte auf der Ofenbank.

 
Rauchküche
     

Die Rauchküche schließt direkt an die Stube an und läßt uns eine Vorstellung des früheren einfachen Lebens gewähren. Die Ernährung war einfach und einseitig. Äußerst selten wurden Salz, Gewürze, Mehl, Obst, usw. dazugekauft, denn man war mit dem Leben hier zufrieden.

 
Rauchküche
     
Kluppeneggerhof 1868
 

1868 mußte der Kluppeneggerhof der Schulden wegen verkauft werden. Durch Mißernten, Krankheit und Viehseuchen und vor allem die Industrialisierung des Mürztales ließ die Bauern harte Zeiten durchleben.
1927 kaufte das Land Steiermark den Hof mit den verfallenen Stallungen, Scheunen und Nebengebäuden. Nur das Wohnhaus und der Getreidespeicher waren noch erhalten geblieben.
1992 wurde das gesamte Anwesen wieder neu hergestellt, um der Nachwelt die realistische Darstellung des Hofes zur Waldbauernbuben-Zeit zu vermitteln.

 

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